Orientierungsstufe (Jahrgang 5/6)

Ankommen – und weiter wachsen

Die Orientierungsstufe begleitet sowohl Kinder, die von externen Grundschulen zu uns kommen, als auch Schüler*innen unserer eigenen Grundschule beim Übergang in die weiterführende Schule.

Für Kinder aus unserer Grundschule bedeutet die Orientierungsstufe eine Vertiefung ihrer Selbstständigkeit und eine Erweiterung der bekannten Lernformen. Neue Fachbereiche, größere Verantwortungsräume und veränderte Strukturen eröffnen ihnen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Für externe Schüler*innen steht zunächst das Ankommen im Mittelpunkt: das Kennenlernen der neuen Umgebung, der Lernformen und der Schulgemeinschaft. Beziehungsaufbau, Verlässlichkeit und klare Strukturen geben dabei Sicherheit.

Pädagogischer Schwerpunkt der Orientierungsstufe

In den Jahrgängen 5 und 6 schaffen wir einen geschützten und zugleich anregenden Rahmen, in dem die Kinder ihre individuellen Stärken weiterentwickeln und grundlegende Lernkompetenzen festigen können.

Zentrale Elemente sind:

  • Aufbau tragfähiger Beziehungen
  • Vertiefung von Selbstständigkeit und Arbeitsorganisation
  • Lernen lernen und Reflektieren des eigenen Lernens
  • Übernahme wachsender Verantwortung für den Lern- und Schulalltag

Lernen in der Orientierungsstufe

Der Lernalltag ist klar strukturiert und zugleich flexibel gestaltet. Wiederkehrende Rhythmen geben Sicherheit, längere Lernzeiten ermöglichen vertieftes Arbeiten.

Die Schüler*innen arbeiten in unterschiedlichen Lernformaten:

  • Freiarbeit als zentrales Lernformat
  • Fachliche Grundlagen in Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen
  • Projektarbeit und themenübergreifendes Lernen
  • Bewegung, Sport und Naturerfahrungen

Als zweite Fremdsprache wird Französisch eingeführt und kontinuierlich aufgebaut.

Gartenprojekt und Selbstverpflegung

Ein fester Bestandteil der Orientierungsstufe ist das Gartenprojekt. Die Schüler*innen gestalten und pflegen ihren eigenen Schulgarten und übernehmen Verantwortung für Pflanzen, Beete und Abläufe.

An einem festen Tag in der Woche übernehmen die Kinder gemeinsam die Selbstverpflegung: Sie planen einfache Mahlzeiten, bereiten diese zu und sorgen für einen gemeinsamen Essensrahmen. Dabei werden Alltagskompetenzen, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein gestärkt.

Auch bei besonderen Aktivitäten – wie Ausflügen oder Lerngruppenfahrten – ist Selbstverpflegung ein zentrales Element.

Wochenstruktur (Beispiel) > Wie ist eine typische Lernwoche aufgebaut?

Die Wochenstruktur zeigt einen beispielhaftes Wochenraster der Orientierungsstufe. Inhalte und Schwerpunkte können sich im Laufe des Schuljahres verändern.

Zeit

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

1. Lernzeit
8:15 – 10:30 Uhr

Freiarbeit

Englisch

Projektzeit / Garten

Freiarbeit

Sport

Pause
10:30 – 11:15 Uhr

Frühstück & Draußenzeit

Frühstück & Draußenzeit

Frühstück & Draußenzeit

Frühstück & Draußenzeit

Frühstück & Draußenzeit

2. Lernzeit
11:15 – 13:15 Uhr

Freiarbeit

Projekt / Selbstverpflegung

Workshops

Freiarbeit

Freiarbeit & Lerngruppenrat

Mittag

Mittagessen & Draußenzeit

Mittagessen & Draußenzeit

Mittagessen & Draußenzeit

Mittagessen & Draußenzeit

Mittagessen & Draußenzeit

3. Lernzeit

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Projekt / Garten

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Lernen ohne Notendruck

In der Orientierungsstufe lernen die Schüler*innen ohne Noten. Lernentwicklungen werden durch regelmäßige Rückmeldungen, Gespräche und Lernentwicklungsberichte sichtbar gemacht.

Lernen findet überwiegend in der Schule statt. Aufgaben und Übungen sind in den Lernalltag integriert, sodass in der Regel keine zusätzlichen Hausaufgaben notwendig sind.

Gemeinschaft, Mitbestimmung und Verantwortung

Die Kinder erleben Schule als Gemeinschaft. Im Lerngruppenrat lernen sie, Anliegen zu formulieren, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Gemeinsame Projekte, Ausflüge und eine schülergeplante Fahrt in vollständiger Selbstverpflegung stärken den Zusammenhalt und fördern Selbstwirksamkeit und soziale Kompetenzen.

Übergang in die Entfaltungsstufe

Am Ende der Orientierungsstufe sind die Schüler*innen mit den Lernformen und Strukturen der Schule vertraut. Sie verfügen über grundlegende Lernstrategien, haben Verantwortung für ihren Alltag übernommen und sind gut vorbereitet für die Anforderungen der Entfaltungsstufe (Jahrgang 7/8).

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